Gute Bekannte konzertierten in St. Stephanus, Hitdorf

Hochrangige Künstler und die ausgezeichnete Akustik in der St. Stephanus Kirche in Hitdorf bescherten den Zuhörern am Abend des Volkstrauertages einen musikalischen Leckerbissen.

 

 

 

 

Wieder einmal konzertierten liebe gute Bekannte, die Kiever Kammerakademie, an diesem Abend, unter der Leitung von Bernhard Dieter, in der Rheingemeinde.

 

Gemeinsam mit So­listen und den Kirchenchören der Evang. Auferstehungskirche, Oberhausen-Osterfeld und dem Chor „Caecilia“ St. Stephanus Hitdorf präsentierten sie Werke alter Meister von Joseph Haydn, Johann Sebastian Bach und Wolfgang Amadeus Mozart.

 

Die Kiever Kammerakademie, die im Wesentlichen aus Streichern besteht, hatte sich für dieses Konzert mit Bläsern und mit Iryna Sydorenko (Violoncello), Oleksandr Syenko (Fa­gott), Andre Melnyk (Kontrabass) und Prof. Ortwin Benninghoff (Orgel) verstärkt.

 

Zur Einstimmung des Abends spielten sie von Joseph Haydn die Sinfonie No. 22 für Or­chester Es-Dur „Der Philosoph“. Die Entstehung des Beinamens „Der Philosoph“ ist nicht bekannt. Er taucht erstmals um 1790 auf.

 

Von Johann Sebastian Bach folgte dann die Kantate „Jauchzet Gott in allen Landen“ für Sopran-Solo, Trompete und Orchester. Daniela Stampa (Sopran-Solo) und Stephan Struck (Trompete) waren die Solisten.

„Jauchzet Gott in allen Landen“ ist eine der bekanntesten Kantaten Bachs. Die Besetzung ist in seinem geistlichen Werk einmalig und fordert der Solo-Sopranstimme wie auch der Trompete sehr große Leistungen bezüglich Tonhöhe und Virtuosität ab, was auch beiden Interpreten hervorragend gelang.

 

Zum Abschluss konnten sich die Zuhörer an Wolfgang Amadeus Mozarts Krönungsmesse für Solisten-Chor und Orchester erfreuen. Daniela Stampa (Sopran), Ingrid Feldmann (Alt), Serij Bortnik (Tenor) und Wassilij Kolybabiuk (Bass) hatten die Solopartien übernommen.

Sehr wahrscheinlich wurde die Messe für den Ostergottesdienst 1779 am Salzburger Dom komponiert. Charakteristisch für diese Messe sind die sinfonischen Elemente. Solostim­men und Chor werden sehr deutlich voneinander getrennt. Eine besondere Bedeutung fällt der Oboe zu.

 

Die Kiever Kammerakademie wurde 2002 in der ukrainischen Hauptstadt durch Prof. Ort­win Benninghoff gegründet. Seit dieser Zeit ist er auch Dirigent des Ensembles. Die Kiever Kammerakademie setzt sich aus Musikern der besten Orchester  Kiews zu­sammen. Sie spielen in der Ukraine im Nationalorchester sowie der Nationaloper. Das En­semble ist in seiner Grundstruktur ein Streichorchester, das aber, je nach Literatur, bis zum sinfonischen Kammerorchester aufgestockt wird. Zahlreiche Tourneen führten in die USA, Japan und Schweden, die Schweiz, die Niederlande, Polen und Deutschland. Regelmäßig konzertierten sie während ihrer jeweiligen Deutschlandaufenthalte auch in St. Stephanus Hitdorf.

 

Die begeisterten Zuhörer in der St. Stephanus Kirche wünschten sich am Ende des Kon­zerts, dass die „Kiever“ noch recht häufig ihre Instrumente, als Kammerakademie oder als Orgel-Trio, in unserer Kirche auspacken werden. 

 

 

Gerd Peter Nolte